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Melasse und Milcheiweiß-Qualität

Seit der Einführung der Milchquoten haben sich Ernährungsforscher zunehmend für den Einfluß verschiedener Futterkomponenten auf die Milchqualität und den Milchertrag interessiert.

Die Beziehung zwischen dem Futter und der Milchzusammensetzung ist jedoch sehr komplex. Die Milch-Laktose ist die konstanteste Komponente, da sie das Volumen der sekretierten Milch osmotisch kontrolliert. Die Zusammensetzung der Milch hängt von der relativen Menge oder der Veränderung des Fett- und Protein-Gehalts im Sekret gegenüber der Laktose ab.

Es ist deutlich, daß der Fettgehalt im Futter (wenn er ungeschützt und in zu großen Mengen verfüttert wird) sowohl den Milchfett- als auch den Protein-Gehalt reduzieren kann. Der Protein-Gehalt im Futter und der Gehalt an spezifischen Aminosäure-Zusätzen beeinflußt zudem den Milchertrag und den Protein-Gehalt der Milch. Aber in der Praxis gibt es keine einfache vorhersagbare Beziehung zwischen diesen angesprochenen Inhaltsstoffen. Denn auch die Höhe und die Form der Kohlenhydrate im Futter beeinflußt die Milchzusammensetzung.

Der durch die Form der Kohlenhydrate im Futter bedingte Einfluß auf die Milch-Zusammensetzung wird seit über 50 Jahren untersucht. Inzwischen wird die Art der Kohlenhydrate, also der Stärke und des Zuckers in Viehfutter, Getreide und Futterkonzentraten im Hinblick auf den Einfluß auf die Milch-Inhaltsstoffe sorgfältiger untersucht.

Im allgemeinen ist man sich darüber einig, daß energiereiches Futter zu einem erhöhten Milch-Proteingehalt führen kann. So werden Kohlenhydrate - besonders in Form schnell fermentierbarer metabolisierbarer Energie (FME) - zur Optimierung des mikrobiellen Wachstums im Pansen und des Nahrungsstoffwechsels erforderlich. Dann regeln die Verdauungsprodukte aus der verbesserten Pansenfermentierung (die Fettsäuren-Azetate und -propionate sowie das mikrobielle Protein) danach durch ihren Einfluß auf die Ausgabe der Milchdrüsen die Milchqualität und die Milchmenge.

Aufgrund des niedrigen Weltmarktpreises für Getreide werden mehr Inhaltsstoffe mit hohem Stärkegehalt in Futtermischungen aufgenommen. Dies bedeutet, daß ein größerer Anteil der Futterenergie aus Stärke stammt, die als schnell fermentierbares Kohlenhydrat einen Einfluß auf das Milchprotein ausüben kann. Dies wird durch schnell fermentierbare und sehr schmackhafte Zucker aus Zuckerrohr-Melasse ergänzt, die als Energiequelle dienen. Es gibt eine Reihe von Versuchen, die diesen Einfluß belegen.

 

Fakten

  • Ein höherer Melasse-Anteil im Viehfutter kann den Milch-Proteingehalt und den Milchertrag erhöhen.
  • Überfütterung und ungeschütztes Fett kann sich auf den Milchfettgehalt und den Proteingehalt der Milch nachteilig auswirken.
  • Die Art der verfütterten Kohlenhydrate beeinflußt die Milchqualität.
  • Zusätzliche Melasse in Futtermischungen kann die mikrobielle Effizienz im Pansen und den Stickstoffver-brauch erhöhen.
  • Zuckerrohr-Melasse im Viehfutter kann das Verhältnis zwischen Protein und Fett in der Milch positiv beeinflussen, was wieder einen positiven Einfluß auf die Milchqualitäts-Zahlungen und die Quoteneinschränkungen hat.

Melasse stimuliert das mikrobielle Wachstum

Melasse ist eine schnell fermentierbare Energiequelle für die Mikroorganismen des Pansens. In den 80er Jahren zeigten Versuche mit Milchkühen an den Scottish Colleges und in irischen Forschungsinstituten, daß die Aufnahme von Melasse in das Viehfutter sowohl die mikrobielle Effizienz als auch die mikrobielle Stickstoffverwertung erhöht. Tatsächlich war der Einfluß von Melasse-Zusätzen im Futter größer als der Einsatz von Stärkezusätzen

(Referenz: Chamberlain und andere, 1985; Newbold und andere 1987; Thomas und Rae, 1988 und Mayne 1989)

 

Der Einfluß von Melasse im Vergleich zu Gerste auf Milchprotein und dessen Bestandteile

In einer noch nicht solange zurückliegenden Studie auf der Crichton Royal Farm des Scottish College (Wood, SAC Expt. CD/6, 1990) wurde Gerste direkt mit Molaferm (einer Mischung aus gelösten Stoffen der kondensierten Melasse (CMS)) verglichen, die an Kühe verfüttert wurde, die sich in der mittleren bis späten Milch-Abgabezeit befanden. In isoenergetischem Futter wurde die Stärke zu 60% durch Melasse-Zucker ersetzt.

Der Milch-Proteinertrag war bei beiden Kohlenhydrat-Quellen gleich hoch. Die Milch von dem auf Melasse basierenden Futter hatte jedoch einen niedrigeren NPN-Gehalt und einen höheren echten Proteingehalt, enthielt also mehr Kasein und Serum-Proteine. Auch in dieser Studie wurde wieder darüber berichtet, daß die Melasse-Mischung den mikrobiellen Stickstoff-Fluß sowie die Effizienz der Ammoniak-/Harnstoffverwertung im Pansen erhöhte (Tabelle 1).

 

Der Einfluß der Kohlenhydrat-Arten auf die Milch-Proteine

Protein-Komponente

Gerste (Stärke) in %

Melasse (Zucker) in %

Kasein 77,2

78,0

77,2

Serum-Proteine

16,6

17,8

NPN-"Protein"

5,4

5,0

Eine Reihe weiterer Versuche mit Milchkühen an den Scottish Colleges von 1992 bis 1995 zeigte nach Futterzusätzen mit Molaferm wieder einen erhöhten Proteingehalt in der Milch. Die erste Studie (Yan und Roberts, Tier-mast 54: 476, 1992) zeigte, daß erhöhte Mengen der Melasse-Mischung in einem auf Gras-Silage basierenden 16%igen Proteinfutter statistisch eine erhebliche Zunahme an Milch-Proteinen zeigte. Ein zunehmender Anteil der Serum-Proteine ließ sich zudem jeweils bei der schrittweisen Zunahme der Menge der Melasse-Mischung erkennen (Tabelle 2).

Der Einfluß eines zunehmenden Melasse-Gehalts im Futter auf den Milchertrag und die Milchqualität

Melasse-Anteil im Futter 

13 %

25 %

38 % 

Milchertrag (kg/Tag)

15,5

17,4

17,6 

Fett in %

3,96

3,97

3,99 

Protein in %

3,16

3,27

3,35 

Kasein in %

2,52

2,57

2,65 

Laktose in %

4,43 

4,39 

4,39 

Die zweite Studie (Yan und Roberts, Tiermast 56:424, 1993) zeigt ebenfalls einen deutlich (um 11%) erhöhten Milch-Proteingehalt und Milchertrag, wenn in der fertigen Futtermischung ein höherer Proteingehalt enthalten war. Dies geht auf die bessere Verwertung von im Pansen reduzierbarem Protein und NPN zurück (Tabelle 3). Dies bestätigt die allgemeinen Beobachtungen, die beim Füttern von Milchkühen ergaben, daß im Viehfutter ausreichende Mengen von im Pansen reduzierbarem Protein enthalten sein müssen, um die erhöhte Energiequelle für Pansenmikroben zu unterstützen und daß dieses Protein "synchron" bereitgestellt werden sollte.

1995 (McKendrick SAC Bericht CD35, auf dem BSAS 1996 bekanntgegeben) wurde Futterzuckerrohr-Melasse in Verbindung mit Konzentraten und qualitativ hochwertiger Gras-Silage verfüttert, wobei das Futter so ausgeglichen war, daß es denselben Proteingehalt (18%) wie die Futtermischung plus Silage enthielt. Dann wurde der Trockenstoff-Anteil erhöht und führte als Konsequenz zu einem Anstieg des Milch-Proteins und Milchertrags (Tabelle 4).

In Irland ist der Milch-Proteingehalt im Februar und März, wenn die Kühe hauptsächlich mit Gras-Silage und Konzentrat gefüttert werden, besonders niedrig. In Studien, in denen zusätzliche Energiequellen zur Bekämpfung dieses niedrigen Proteingehalts bewertet wurden, untersuchte das Moorepark Research Centre sowohl Saccharose (Kealy und Murphy, J. Dairy Sci. 77, Suppl 1, 114, 1994) als auch verschiedene Melasse-Mengen (Murphy und Younge, 1995).

Im Melasse-Versuch wurde ein "Latin Square Design" von vier Zeiträumen je vier Wochen beobachtet, in dem 5% bis 15% Melasse in Gras-Silage (100% Silage gegenüber 85% Silage und 15% Melasse) mit Konzentrat-Zusätzen von Zuckerrüben-Pulpe, Sojabohnenmehl, Rapsmehl und Maisgluten-Futter verfüttert wurde.

Die Silage war von guter Qualität und der Proteingehalt des Futters wurde während des gesamten Versuchs beibehalten. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, daß dieses Futter mit der zunehmenden Höhe der Melasse-Zufuhr eine erhebliche Zunahme des Milchertrags, des Proteinertrags, der Proteinkonzentration, des Kasein-Ertrags und der Aufnahme von Trockenstoffen aufwies (Tabelle 5).

Tabelle 3. Der Einfluß von zunehmend proteinhaltigem Futter auf den Milchertrag und die Milchqualität (auf Melasse basierendes Futter)

Proteinhöhe im Futter

13%

15%

18%

Milchertrag (kg/Tag)

19,2

20,6

23,0

Fett in %

4,87

4,88

4,88

Protein in %

3,36

3,43

3,44

Kasein in %

2,60

2,62

2,66

Laktose in %

4,77

4,79

5,00

Tabelle 4. Vergleich von Konzentraten plus Silage mit demselben Futter unter Zusatz von Melasse

 

Konzentrate plus Silage

Konzentrate plus Silage plus Melasse

Silage-DM-Einsatz (kg/Tag)

12,7

13,5

Konzentrat-DM-Einsatz (kg/Tag)

7,6

5,7

Gesamt-DM-Einsatz (kg/Tag)

20,3

21,0

Milchertrag (kg/Tag)

26,2

27,5

Fett in %  

4,72

4,51

Protein in %

3,51

3,55

Proteinertrag (g/Tag)

908

963

Tabelle 5. Der Einfluß von zunehmendem Melasse-Gehalt in auf Gras-Silage basierendem Futter auf die Milchproduktion und die Zusammensetzung der Milch.

 

0 % Melasse

5 % Melasse

10 % Melasse

15 % Melasse

Milch (kg/Tag)

22,1

23,2

23,3

23,7 

Butterfett  in %

3,81

3,74

3,73

3,61 

Protein in %

3,06

3,09

3,10

3.14 

Kasein g/kg

3,45

3,49

3,51

3,58 

NPN (g/kg)

0,27

0,26

0,25

0,25 

Melasse kann den Fettgehalt in der Milch beeinflussen

Die Versuche in Schottland haben entweder einen sehr ähnlichen Fettgehalt in der Milch oder eine leichte Reduzierung dieses Fettgehalts ergeben (Tabelle 2 bis Tabelle 4). Der 1995 durchgeführte Versuch zeigte einen reduzierten Fettgehalt, der von 4,72% auf 4,65% abnahm. Zudem zeigte der Versuch, daß der Fettertrag um 50 g je Tag abgenommen hatte. Dies entspricht einer 3%igen Verbesserung des Protein-/Fettverhältnisses, der aufgrund der Milchqualität und den Milchquoten-Beschränkungen zu einem positiven Faktor bei den Zahlungen führen kann.

Der irische Versuch zeigte zudem eine geringe, aber doch deutliche Reduzierung des Fettgehalts, der von 3,81% auf 3,61% abnahm (Tabelle 5). Zudem verbesserte sich das Protein-/Fettverhältnis im Kontrollzeitraum um nützliche 9%.

 

Zusammenfassung

Der Zusatz von Melasse in Konzentrat/Silage-Futter kann den Milch-Proteingehalt und den Milchprotein-Ertrag erhöhen, was zu einem höheren Proteinwert führt, der sich aus dem echten Milchprotein-Gehalt und nicht aus NPN ergibt. Zudem kann ein solches Futter zu einem verbesserten Protein-/Fettverhältnis in der Milch führen, und der Milchertrag wird durch die Zufuhr adäquaten im Pansen reduzierbaren Proteins optimiert.


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